Auf dem Festland bei Harstad liegen mehrere Grotten. Fred Åge Hol nimmt Besucher mit zu einer Grottenwanderung. Dabei kann man zwischen einer Grotte für Anfänger und einer anspruchsvollen, tieferen Grotte wählen.

Resshellaren – eine Grotte für Anfänger

Resshellaren in Skånland ist eine leicht begehbare Grotte. Man muss zwar 5 m auf dem Po hineinrutschen, kommt dann aber in einen großen Saal mit hoher Decke. Hier kann man nirgends hinab fallen oder sich verlaufen. Auch Besucher mit Platzangst können sich hier aufhalten. Es gibt massenhaft Kalkstein und Tropfstein und Fred Åge erzählt viel über die Grotten und die Wanderungen dorthin. Resshellaren ist eine schöne Einführung in das unterirdische Norwegen.

Ein Bankettsaal im Berg

Eine so leicht begehbare Grotte kann zu vielem genutzt werden. Fred Åge hat hier schon Kaffee, Kuchen und Suppe serviert, gerne auf einer weißen Tischdecke im Schein eines brennenden Kerzenleuchters. Einmal spielte hier sogar ein Musiker auf einer Schalmei. Der spezielle Ton passte gut zwischen die Tropfsteine. Fred Åge hat sowohl Kindergärten als auch Rentner schon hierher geführt. Dies ist also eine Grotte für jung und alt.

Trollkjerka – für Fortgeschrittene

Die Trollkjerka (Trollkirche) ist eine größere Grotte am Evenes -Flughafen. Um hineinzugehen darf man keine Platzangst haben und muss gut beweglich sein, denn teilweise man muss sich hier vorwärtsaalen und kriechen. Doch auch wenn man noch nie in einer Grotte gewesen ist, ist es möglich sie zu besuchen.

Viele Eingänge

Die Trollkjerka ist offiziell die elftgrößte Grotte in Norwegen, aber bei den Grottenzählungen gibt es im wahrsten Sinne des Wortes viele Dunkelziffern. Einer der Eingänge ist einfach ein Loch in der Erde, in das man hineinfallen kann – glücklicherweise liegt er etwas abseits. Von hier sind es 40 Höhenmeter bis hinab zum Kirchensaal, der größten Grotte und 70 m bis zum tiefsten Punkt. Es geht nicht steil bergab, man muss also keine Angst vor großen Stürzen haben. Ein anderer Eingang geht über einen Fluss, der urplötzlich im Berg verschwindet, das sogenannte Trollkjerringtaket (Hexendach). Wenn man durch den Fluss watet kommt man in die Grotte.

Der Kirchensaal und die Sakristei

Der Mittelpunkt der Trollkjerka ist der Kirchensaal, ein mächtiger Raum mit Tropfsteinen und Flussrauschen. Hier ist Platz genug für hunderte Menschen. Die Sakristei, ein kleinerer Saal daneben, ist dagegen ein ruhiger Ort. Fred Åge weiß nicht genau warum ein langer, schmaler und beeindruckend hoher Gang als Orakel bezeichnet wird, „aber ich sage immer, dass man hier all seine Fragen stellen soll“ lacht er.

Lebender Organismus

Die Passage zwischen dem Kirchensaal und der Sakristei erinnert an Filmaufnahmen der inneren Organe, meint Fred Åge. „Man fühlt sich wie in einem lebenden Organismus“. Der Effekt kommt vom mystischen Licht der Scheinwerfer und den speziellen Steinformationen der Grottenwände.

Auf Grottenwanderung

Fred Åge nimmt auf Anfrage große und kleine Gruppen mit in den Berg. Während Resshellaren also für die meisten geeignet ist, muss man für die Trollkjerka gut in Form sein. Sie sollten deshalb vorher mit Fred Åge darüber sprechen, welche Tour am besten für Sie geeignet ist. Auf keinen Fall sollten Sie sich alleine dorthin begeben. Eine Ausflug zum Resshellaren dauert eine knappe Stunde, während eine längere Runde in der Trollkjerka bis zu 3 Stunden dauern kann. „ dann ist man ganz schön fertig“ sagt Fred Åge.

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