Die Fahrt von Bodø nach Harstad führt durch eine grandiose Landschaft. Das Kulturerbe dieser Region erstreckt sich von Felszeichnungen über die Kultur der Samen bis hin zur Industriegeschichte, meist handelt es sich jedoch um Holzschiffe, Leuchttürme, Kais und die traditionsreiche Küstenkultur.

Am Saltenfjord

Die Tour von Bodø führt entlang der Nordseite des Saltenfjords nach Fauske.

  • Bodø: Lebendige, betiebsame Küstenstadt mit einer guten Auswahl an Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Cafés in einem kompakten, fußgängerfreundlichen Zentrum.
    • Bliksvær: Inselgruppe vor Bodø mit idealen Bedingungen zum Paddeln in einem Naturschutzgebiet mit artenreicher Vogelwelt.  
    • Væran: Bootsroute zu den Inselgemeinden direkt vor Bodø. Ordern Sie die Rundtour oder steigen Sie aus und nehmen das nächste Boot nach Bodø zurück (Hinweis: Hierfür müssen Sie den Fahrplan gut kennen).
    • Norwegisches Luftfahrtmuseum: Geschichte der norwegischen Luftfahrt von den Pionieren über den 2. Weltkrieg bis hin zum Aufbau des nordnorwegischen Netzes der Kurzbahn-Flugplätze.
    • 18-Loch Golfplatz
    • Kjerringøy: Der am besten erhaltene Handelsort an der nordnorwegischen Küste. Vollständig erhaltene Anlage mit allem Interieur. 42 km + kurze Fährstrecke/1 Stunde.
  • Bodin Kirche: Steinkirche aus dem 13. Jahrhundert mit besonders alter Ausstattung.
  • Saltstraumen (Abstecher 12 km/12 min von Løding): Der stärkste Gezeitenstrom der Welt entsteht dort, wo der Fjord am schmalsten ist. Hinweis: Informieren Sie sich in der Touristinformation Bodø über die Zeiten von Flut und Ebbe und besuchen Sie den Gezeitenstrom dann, wenn er am stärksten ist.  Angeln
  • Fauske: Stadt und Verkehrsknotenpunkt, bekannt für den weißen Fauske-Marmor mit seinen vielen Nuancen in Rosa und Grau. Das Freilichtmuseum Fauske, eine Sammlung historischer Gebäude aus der Region, beherbergt die Installation «Ohne Titel», Fauskes Beitrag im Programm „Skulpturlandschaft Nordland“.  
    • Sulitjelma: Der Ort geht auf eine Bergarbeitersiedlung in den Bergen zwischen Fauske und Schweden zurück. Mit Bergbaumuseum und Besucherbergwerk sowie guten Outdoor-Möglichkeiten im Sommer wie im Winter. Abstecher 38 km/45 min. Die Straße folgt der alten Eisenbahnlinie.

Entfernungen:

Bodø-Fauske: 55 km/1 St.

Hamsuns Reich

Die E6 zwischen Fauske und Narvik führt durch eine grandiose Landschaft – über wilde Gebirgspassagen und durch weite Kiefernwälder, in Tunneln oder auf monumentalen Brücken über schmale Fjorde. Sie verläuft im Wesentlichen außerhalb bewohnter Gebiete, deshalb sollte man sich Zeit für den einen oder anderen Abstecher nehmen, um etwas Kultur und Geschichte einzuflechten. Dort warten Zeugnisse der Wikingerzeit, des Krieges sowie berühmter Persönlichkeiten aus der Literatur.

  • Abzweig nach Steigen:  Von Tømmernes an der E6 sind es ca. 60 km/1 gute Stunde durch den Steigentunnel (Länge 8 km) und weiter nach Engeløya, dem alten Zentrum von Steigen.
    • Felszeichnungen in Tømmernes: Direkt am Abzweig nach Steigen stößt man auf ein kleines Feld mit 9000 Jahre alten Felszeichnungen.
    • Kirche Steigen /historischer Kulturpfad: Die Kirche Steigen, deren ältester Teil aus dem 13. Jahrhundert stammt, ist umgeben von prähistorischen Funden. Ein markierter Pfad führt zu einem großen Thinghügel, mehreren Grabhügeln und Resten vermutlich militärischer Anlagen aus der Eisenzeit.
    • Batterie Dietl: Große Küstenbatterie aus dem 2. Weltkrieg, die für die riesigen Adolfkanonen gebaut wurde. Im Sommer werden reguläre Führungen durch den Hauptteil der Batterie angeboten, man kann das Gelände mit Blick auf die Lofoten und Badeplätzen am Wasser jedoch auch auf eigene Faust erkunden.  
  • Arran: Zentrum für Sprache und Kultur der Lule-Samen. Ausstellungen über die Geschichte und Kultur dieser kleinen Volksgruppe. Regelmäßige Führungen im Sommer. 4 km Abstecher zum Ort Drag am Tysfjorden
  • Abzweig Ulvsvåg:  31 km/40 min zum Leuchtturm Tranøy
    • Hamsun-Zentrum: Das auffallende Gebäude in Oppeid mit skulpturalem Charakter vermittelt Leben und Werk des großen nordnorwegischen Schriftstellers. Der Turm beherbergt nicht nur Ausstellungen, sondern ist selbst Teil der Interpretation Hamsuns.
    • Leuchtturm Tranøy: Vom malerischen historischen Leuchtturm Tranøy hat man einen uneingeschränkten Blick auf den Vestfjord. Auch der Leuchtturm selbst ist zugänglich.
  • Die Felszeichnungen in Leiknes sind bis zu 9000 Jahre alt und zeigen große, einfache naturalistische Abbildungen von Rentieren, Elchen, Seehunden und Walen. Fantastischer Blick auf den Stetind. 3 km/5 min, direkt vor dem Fähranleger Bognes. 
  • Fähre Bognes-Skarberget: 25 Minuten, www.torghatten-nord.no. An Deck der Fähre hat man einen wunderbaren Blick auf den 1392 m hohen, ambossförmigen Stetind, Norwegens Nationalberg.

Entfernungen und Verkehrsinformationen:

  • Fähre: Bognes-Skarberget: 25 Minuten www.torghattennord.no
  • Entfernung: Fauske-Narvik: 250 km/4 St.
  • Entfernung: Fauske – Engeløya/Steigen: 167 km/2,5 St.
  • Entfernung: Fauske – Ulvsvåg: 142 km/ 2 Stunden

Ofoten

Der südliche Teil der Strecke durch Ofoten führt durch eine außergewöhnliche Landschaft aus glattgescheuertem Küstenfels, Kiefernwald und skulptural geformten Bergen. Die Stadt Narvik liegt malerisch auf einer Halbinsel zwischen Hochgebirge und Fjord. In der ganzen Region stößt man auf Denkmäler, die an die Ereignisse der Schlacht um Narvik 1940 erinnern. Sie sind Teil des Projektes „Kriegshistorische Landschaft“.

  • Efjordbrücken: Drei elegante Brücken über den Efjord.
  • Ballangen: Das Museum Ballangen dokumentiert den Bergbau in Ballangen, der bis auf das 17. Jahrhundert zurückgeht.
  • Skjombrücke: Hängebrücke über den Skjomen (Länge 711 m). Abstecher zum Golfpark Narvik (19 km/25 min), einen 18-Loch-Platz auf einer trockenen, malerisch gelegenen Sandheide zwischen den Bergen.
  • Narvik: Hafenstadt für die Verschiffung des Eisenerzes aus Schweden. Nach den Kriegszerstörungen 1940 wieder aufgebaut, mit zahlreichen funktionalen Bauten aus den Jahren 1940-60 und später. Gute Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
    • Kriegsgeschichtliches Museum des Roten Kreuzes: Die Schlacht um Narvik von April bis Juni 1940 war die erste große Schlacht des 2. Weltkrieges. Soldaten aus Norwegen, Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Polen kämpften um die Vorherrschaft über die strategisch wichtige Regiont.
    • Ofotbahn: Kurze Fahrt von Narvik zur schwedischen Grenze mit der Erzbahn durch überwältigende, unberührte Natur.
    • Rallarweg: Wanderweg entlang der Bahnlinie. Am besten nimmt man die Bahn hinauf zum Ausgangspunkt und lässt sich anschließend vor großartigem Panorama über den Rallarweg hinabrollen, vorbei an Denkmälern zum Bau der Bahnlinie.
    • Fjellheisen: Seilbahn zum Aussichtspunkt auf 656 m. Fantastischer Blick über die Stadt, den Ofotfjord mit den Erzschiffen und die imposanten Bergketten ringsum.
  • Rombaksbrücke: 765 Meter lange Hängebrücke über den Rombaksfjord.
  • Bjerkvik: Ort an der Kreuzung von E6 und E10. Wiederaufgebaut nach der Zerstörung 1940.

 

Entfernungen:

  • Narvik-Harstad: 145 km/2,5 Stunden über die Küstenkulturstraße
  • Narvik-Harstad: 117 km/1,75 Stunden via E10.

Über die Küstenkulturstraße nach Harstad:

Über die Serpentinen der Bjerkviksvingene erreicht man Troms. Von der E6 empfiehlt sich der Abzweig über die Reichsstraße 825 entlang Gratangen und des Astafjords zur Tjeldsundbrücke. Hier stößt man auf grüne Wälder und dynamische Siedlungen unter steilen Berghängen sowie auf ein Kulturerbe, dass die Küstenkultur ebenso wie die Traditionen der Samen umfasst. Über die Tjeldsundbrücke gelangt man in die betriebsame Stadt Harstad.

  • Das Bootsmuseum Nordnorsk Fartøyvernsenter og Båtmuseum beherbergt eine umfassende Ausstellung über Nordlandsboote und vermittelt die vielseitige Entwicklung des Bootsbaus entlang der Küste.
  • Vilgesvarri/Blåfjell: Alte markesamische Siedlung, deren Gammen einen Einblick in das Leben dieser Gruppe sesshafter Samen gibt. 3 Kilometer lange Wanderung auf einem markierten Pfad.
  • Evenskjær:  7km/7 min Abstecher von der Tjeldsundbrücke.
    • Helleren kraftstasjon: Außergewöhnlich gut erhaltenes Kraftwerk aus der Zeit der beginnenden Industrialisierung um die Wende des 19./20. Jahrhunderts.
    • Skånland Kirche: Große Holzkirche im Schweizer Stil aus dem Jahr 1902.
    • Steinsland klyngetun: dorfartiger Hof mit alten Häusern aus der Zeit vor der Flurbereinigung 4,5 km südlich der Tjeldsundbrücke.
  • Tjeldsundbrücke: 1007 Meter lange Hängebrücke, die Hinnøya mit dem Festland verbindet.
  • Sandtorg bygdetun: Freilichtmuseum mit 7 alten Gebäuden aus der Region Harstad.
  • Harstad: Malerische, gepflegte Stadt am Hang des Vågsfjords, mit fantastischem Blick auf die Berge und den Fjord. Gute Auswahl an Geschäften, Restaurants und Ausgehmöglichkeiten mit ambitiösem Kulturkalender, dessen Höhepunkt die Festspiele in Nordnorwegen im Juni bilden.
      • Kirche Trondenes: Die nördlichste mittelalterliche Kirche der Welt von ca. 1250 ist zugleich eine der größeren Steinkirchen. Detailreiches spätgotisches und barockes Interieur sowie Reste von Festungsbauten von etwa 1100.
      • Adolfkanone: Die größte an Land montierte Kanone der Welt wurde im 2. Weltkrieg aufgestellt.  Führungen im Sommer.
      • Historisches Zentrum Trondenes: Das moderne Museum direkt an der Kirche Trondenes vermittelt die ereignisreiche Geschichte der Region Harstad von der Wikingerzeit über das Mittelalter bis hin zum 2. Weltkrieg.
      • Anna Rogde: Der älteste erhaltene Schoner der Welt aus dem Jahr 1868 liegt in der Regel in Harstad vertäut.