Das „Haus am Meer“ in Bø auf den Vesterålen ist ein behaglicher Ort, um sich auf die eindrucksvollen Darbietungen des Nordlichts vorzubereiten.

Küstenerlebnis Nordlicht

Die scheue Aurora borealis taucht gerne dann auf, wenn man am wenigsten mit ihr rechnet. Wer auf sie wartet, muss sich jedoch auf ein längeres Ausharren unter freiem Himmel einstellen. Die fanatischsten Nordlichtjäger lauern dem Himmelsphänomen am liebsten in den trockenen, wolkenarmen Binnenregionen Nordskandinaviens auf –doch hier herrscht häufig extreme Kälte. Auf den Vesterålen hingegen mit ihrem feuchteren Winterklima gehören Wolken zwar zum Alltag, dafür sind die Temperaturen viel angenehmer und erlauben auch ausgedehntere Nordlichtexpeditionen. Und wer weiß? Plötzlich taucht es vielleicht unvermittelt auf...

Das Haus am Meer

In dem kleinen Dorf Ringstad gruppieren sich die Hütten und Ferienwohnungen der kleinen Ferienanlage Haus am Meer oder „Huset på Yttersiden”, wie die Norweger es nennen. Hier sind die Winterabende stockdunkel. Nur einige wenige Lichter dringen aus den Fenstern, die jedoch willkommen sind, denn mit ihrer Hilfe lassen sich am Fotoapparat schon einmal die nötigen Einstellungen vornehmen.

Entspanntes Stelldichein mit der Diva

Aurora ist bekanntermaßen eine launische Diva, die verlangt, dass man auf sie wartet – und nicht umgekehrt. Im gemütlichen Restaurant des Hauses am Meer lässt sich die Wartezeit jedoch sehr angenehm bei einem heißen Getränk „überbrücken“. Winterjacke, Mütze und Handschuhe liegen parat und das Fotostativ ist bereits draußen am Kai aufgestellt, so dass alle bereit sind für die Diashow des Abends, wann immer sie beginnen mag. Wer absolut sicher sein will, nichts zu verpassen, geht im Gapahuk in der Nähe des Hauses in Stellung. Oder man lässt sich nachts von den Gastgebern wecken, sobald sich Aurora die Ehre gibt.

Fotokurs

Ian, der Wirt des Hauses, ist ein begnadeter Fotograf, der Winter für Winter fantastische Nordlichtfotos aus der Kamera zaubert. Seine Kenntnisse teilt er gerne mit seinen Gästen und wer möchte, kann sich auch beim Einstellen der Kamera helfen lassen. Sie muss auf manuelle Bedienung umgestellt werden, die Blende so weit wie möglich geöffnet sein bei einer Belichtungszeit von 10 bis 30 Sekunden – ja, hier ist tatsächlich einiges zu beachten! Wer höhere Ambitionen hat, kann auch einen Fotoworkshop mit Ian vereinbaren. Danach ist man in der Lage, die Dunkelheit mit Hilfe der eigenen Kamera auf erstaunliche Weise zu dokumentieren.

Tageslicht

Wenn man nach dem nächtlichen Tanz mit Aurora am späten Vormittag erwacht, präsentieren sich die Vesterålen im weißen Look. Über der verschneiten Terrasse erheben sich die Nordseite der Lofotenwand, die Berge von  und Stokmarknes sowie ganz hinten der 1262 Meter hohe Møysalen, alle im Winterkleid. Hier wird klar: Ohne einen Finger zu rühren, darf man hier ein königliches Panorama genießen!

Spannende Tagesaktivitäten

Auch tagsüber warten vielfältige Erlebnisse auf die Gäste: In der ruhigen Bucht direkt vor dem Haus lässt es sich auch im Herbst und Winter angenehm und sicher paddeln. Die Seeadler-Bootssafari ist ein unglaublich faszinierendes Erlebnis mit einer Fotoausbeute, die man zuvor nicht für möglich gehalten hätte. An Land locken Schneeschuhwanderungen, ausgiebige Spaziergänge und im Wäldchen hinter dem Haus kann man sogar auf Elchsafari gehen. Die Gastgeber bieten zudem Touren in andere Teile der Vesterålen, etwa zum malerischen Fischerdorf Nyksund, zur Walsafari auf Andenes und zur blauen Stadt Sortland.

Nähere Informationen

Das Haus am Meer informiert auf einer eigenen Homepage: http://www.yttersiden.no/

Auf den Internetseiten des Tourismusverbands Vesterålen Reiseliv finden sich zahlreiche weitere interessante Tipps für die Vesterålen:  www.visitvesteralen.com