Die bezaubernde Kulisse des Disneyfilms «Die Eiskönigin» ist den mächtigen Fjord- und Berglandschaften Norwegens entlehnt. Wer sich inspiriert vom Kino-Genuss auf die Suche nach den verschneiten Originalschauplätzen begeben möchte, liegt bei uns im hohen Norden ganz richtig.

Wintertraum Norwegen

«Die Eiskönigin – völlig unverfroren», Disneys jüngste Großproduktion, läuft derzeit in den Kinos an. Millionen von Menschen werden sich weltweit von der faszinierenden, tief verschneiten Märchenwelt verzaubern lassen. Vieles von dem, was die Faszination des Films ausmacht, lässt sich auf einer Winterreise nach Nordnorwegen mit eigenen Sinnen erleben. 

Schönheit der Winternacht – das Nordlicht

Leichtfüßig tanzt das Nordlicht über den nordnorwegischen Nachthimmel (und die Kinoleinwand) – lautlos in elektrisiertes Grün mit einem Hauch von Violett-Rosa gehüllt. Ob als flatternde Gardinen, Orgelpfeifen oder sich öffnende und schließende Blumen: Jedesmal überrascht es in anderer Form. Nordnorwegen liegt mitten in der Nordlichtzone und verzeichnet weltweit am häufigsten den „Besuch“ dieses himmlischen Verwandlungskünstlers.

Verschneite Landschaft

Im November und Dezember versinkt Nordnorwegen im Schnee. Die märchenhafte Bergkette der Sieben Schwestern in Helgeland, die bizarren Spitzen der Lofoten, die grandiosen Lyngsalpen und die kahle, raue Finnmarksküste geben sich einer Stimmung wie von einer anderen Welt hin, wenn die Dämmerung Berge, Meer und Himmel in ein überirdisch anmutendes, tiefblaues und zugleich transparentes Licht taucht.

Dörfer im Tiefschnee

Fischerdörfer mit malerischen Holzhäusern, Kais und Rorbuhütten, Kleinstädte mit farbenfrohen Ensembles im Halbrund um den Hafen – viele Orte in Nordnorwegen scheinen direkt einem Disney-Märchen entsprungen. An eisigen Wintertagen ist es gut zu wissen, dass hinter den beschaulichen Fassaden viele gemütliche Cafés und Restaurants Gäste aus Nah und Fern willkommen heißen.

Gefrorenes Nachtlager

Eine Nacht im Schneehotel zu verbringen, hört sich vielleicht etwas verrückt und unterkühlt an. Doch die meterdicken Wände aus Schnee schützen gut vor eisigen Temperaturen und die warmen, gut isolierenden Schlafsäcke sorgen für wohligen Schlaf. Aus dem Eis gesägte Skulpturen an Bar und Rezeption mit Motiven aus der nordnorwegischen Kulturgeschichte zaubern eine märchenhafte, mystische Stimmung, wie ... ja eben, wie im Film.

Im Schnee zuhause – die Samen

Seit Jahrtausenden leben die Samen nicht nur im Schnee, sondern es geht ihnen dort auch außerordentlich gut. Im Winter lassen sie ihre Rentiere auf dem Hochplateau der Finnmarksvidda weiden, wo die Temperaturen nicht selten auf unter -30 Grad fallen. Doch spätestens wenn das Startkommando für den Rentierschlitten ertönt, die Pulka für die Skitour angeschnallt ist oder beim Lassowerfen so richtig Stimmung aufkommt, ist die Kälte vergessen. Danach, beim Rentiereintopf im Samenzelt, wird dem einen oder anderen sogar richtig heiß, was rote Bäckchen im Schein des Lagerfeuers unschwer verraten.

Schnee-Eldorado für Aktive

Auch mitten im Winter ist Nordnorwegen gar nicht so eiskalt wie man glauben mag. Gut eingepackt kann man viele Stunden im Freien verbringen und den Schnee genießen. Ob mit dem Hundeschlitten oder auf Schneeschuhen durch die weiße Landschaft, mit Tourenskiern durch den Wald und über zugefrorene Seen oder mit dem Schneescooter rasant ´gen Horizont – der Winter bietet für jeden Geschmack die richtige Aktivität. Und viele außergewöhnliche Erlebnisse wie Erkundungstouren in die Schneehöhlen von Svalbard oder Königskrabbenfischen auf dem Eis in Kirkenes sind und bleiben Geheimtipps des Nordens.

Erstarrte Trolle und jagende Adler

Die schneebedeckten Gipfel Nordnorwegens sind eigentlich Trolle, die zu Stein erstarrten, als die Sonne sie überraschte. Der riesige Senjatroll hingegen ist noch immer bei bester Gesundheit. Lebendiger wird es auf Natursafari bei der Fotojagd nach Adlern, die sich zielsicher ins Wasser stürzen und mit einem Fisch in den Fängen wieder auftauchen, oder Buckel- und Schwertwalen, die hungrig den Seehunden nachstellen. Ist man schon einmal auf dem Wasser, kann man gleich noch die Angel auswerfen, um einen der zahllosen Kabeljaue an den Haken zu locken, die im Winter zum Laichen die nordnorwegische Küste aufsuchen.

Wintertipps

Hier haben wir eine Reihe von Artikeln mit vielen Ideen für Ihren Winterurlaub zusammengestellt. Egal wie Sie ihn verbringen – er wird garantiert märchenhaft, nicht minder als «Die Eiskönigin»!