Das kleinste Hotel Norwegens, ein liebevoll restauriertes Holzhaus aus den 1920-er Jahren im oberen Saltdalen, bietet vier charmante Doppelzimmer und eine Kammer mit einem Einzelbett.

Traditionsreicher Hotelbetrieb

Bereits 1923 eröffneten die Urgroßeltern der heutigen Inhaberin das kleine Hotel, um es im Nebenerwerb zur Landwirtschaft zu führen. Wegen der reizvollen Lage und des angenehmen Klimas zog es vor allem Gäste aus der Küstenstadt Bodø in die höheren Regionen des Saltdalen, im Sommer zum Wandern und um Ostern zum Skifahren. Die Ansprüche der Gäste waren damals natürlich etwas bescheidener als heute.

Neues Leben

1940 musste das Hotel aufgrund der Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges schließen, weshalb die Räume bis 1967 zu Wohnzwecken genutzt wurden. Camilla, selbst auf dem Hof aufgewachsen, und ihr Ehemann Petter erwarben das Gebäude 2006 von einem Verwandten, restaurierten es und nahmen 2009 den Hotelbetrieb wieder auf.

Liebevoll restauriert

Dank des trockenen Klimas befand sich das Gebäude in einem guten Zustand. Auch viele der Einrichtungsgegenstände waren noch intakt. Bei der Modernisierung achteten Camilla und Petter darauf, möglichst viele der alten Oberflächen und Details zu erhalten, auch die Betten sind noch die originalen. Beim Stöbern auf dem Dachboden und in der Scheune kamen zahlreiche Kostbarkeiten aus mehreren Epochen des vergangenen Jahrhunderts zum Vorschein.

Ländlicher Stil

Die Einrichtung der Zimmer und der beiden Wohnstuben ist aus verschiedenen Vorkriegsstilen zusammengesetzt. Das „Blockhauszimmer“ hat grobe, naturbelassene Wände aus Holzbalken, wie zu Anfangszeiten wohl das gesamte Hotel. Die Suite ist in grün gestrichener Panele gehalten, das "Weiße Zimmer“ und „Blaue Zimmer“ präsentieren sich in Tapeten im althergebrachten Stil. Etagenöfen, alte Waschtische und Gemälde mit biblischen Motiven untermalen die Stimmung. Als www.nordnorge.com an einem Frühsommertag hereinschaute, war das Hotel von Wiesenkerbel und Storchschnabel umgeben, der Bach rauschte und man kredenzte uns Weidenröschen-Saft aus hohen, stilvollen Gläsern.

Doppeltoilette

Der einzige größere Eingriff bestand in der Integration zweier moderner, schöner Bäder und eines separaten WCs – Dinge, die 1923 vollständig fehlten. Wer den Toilettenbesuch original erleben möchte, kann auch eines der drei Außen-Doppel-WCs nutzen, die dem Toilettengang eine gewisse gesellschaftliche Note verleihen.

Frühstück

Zur Übernachtung gehört natürlich ein kräftigendes Frühstück. Selbstgebackenes Brot und Brötchen, Eier von freilaufenden Hühnern und eine Auswahl an Brotaufstrichen werden mit Kaffee und Saft an kleinen Tischchen im heimeligen Speisezimmer serviert.

Aufenthalt

Viele Gäste stoßen auf ihrem Weg entlang der E6 rein zufällig auf das Hotel Storjord, ohne auf dessen Besonderheit vorbereitet zu sein. Hier, nur 400 Meter von der Straße entfernt, ist es still und ruhig, Fernsehen, Radio und Internet sucht man vergeblich. Gerade diese Eigenschaften sind es, die manche Gäste bewusst suchen, um abzuschalten und ausgedehnte Wanderungen auf den markierten Wanderwegen, über schaukelnde Hängebrücken und schäumende Bäche zu unternehmen –etwa in der Junkerdalsura, einem engen Tal, bekannt für seine besondere Pflanzenwelt. Im Saltdal werden regelmäßig die höchsten Sommertemperaturen Nordnorwegens gemessen, manchmal auch die höchsten im ganzen Land, und der Regen bleibt am Svartisen-Massiv im Südwesten hängen. Das Hotel eignet sich auch bestens für kleinere Ausflüge oder einen romantischen Aufenthalt zu zweit.

 „Norwegens kleinstes Hotel“

Die norwegische Tageszeitung VG prägte diese Formulierung, als sie das Hotel Storjord 2012 portraitierte. Dass das Neun-Betten-Haus dieses Prädikat verdient, wurde seitdem von niemandem bestritten, weshalb sich www.nordnorge.com dieser Behauptung anschließt. Das Hotel Storjord ist nur im Sommer geöffnet.  

Nähere Informationen

Das Hotel Storjord bietet eine übersichtliche Internetseite mit schönen Bildern.