Lofoten war nie ein Ferienparadies. Das Leben dort war ein harter Kampf in einer brutalen, ungastlichen Landschaft. Trotzdem hat Nordnorwegens eigener Künstler Kaare Espolin Johnson die Menschen mit Wärme und Sympathie widergegeben.

Ein dunkles, drohendes Lofoten

Dunkle, zerfurchte und konzentrierte Gesichter. Boote und Mannschaft in dunkler Silhouette gegen das Licht. Sturm, Gewitter, drohende Lofotberge. Strenge, einfache Kompositionen. Die Wirklichkeit der Lofotfischer wird kompromisslos und brutal dargestellt, die Menschen aber sind warm und liebevoll widergegeben in ihrem Streben nach Auskommen.

Das Reich der Kindheit

Die Ostfinnmark der Aufwachsenden wurde dagegen in hellen Farben, mit leichteren, verträumten Strichen gezeichnet. Samentrachten und russische Zwiebeltürmchen erscheinen als fremdartige Elemente. Der Künstler wohnte in Vadsø bis er 12 Jahre alt war und der Übergang zum Leben in Bodø war schwer. Mit Wehmut und Sehnsucht erinnert er sich deshalb an die Ost- Finnmark,

Ein nordnorwegisches Künstlerleben

Kaare Espolin Johnson (1907 – 1994) kam als Zweijähriger nach Vadsø und zog als Vierzehnjähriger nach Bodø. Danach ging er nach Ostnorwegen und verbrachte sein Leben als erwachsener Künstler in Oslo. Früh verlor er die Sicht auf dem eine Auge und bekam später grauen Star auf dem anderen. Er konnte deshalb nur wenige Farben sehen  und konzentrierte sich auf Linien und Kompositionen.

Werk und Arbeit

Er debütierte an der Statens Høstutstilling (staatliche Herbstaustellung) 1932 und bekam seinen ersten Gestaltungsauftrag auf der Hurtigrute Ragnvald Jarl 1956. Später ,1960, gestaltete er auch die Harald Jarl.  Espolin Johnson war auch ein bekannter Buchillustrator und illustrierte u.a. die nordnorwegische,  humoristische Schilderung des Volkslebens „Vett og uvett“ (Verstand und Unverstand)

Mischtechnik

1925, während eines Stromausfalls in Bodø, spielte Kaare Espolin Johnson mit der Rußkante eines teilweise verbrannten Papieres. Er sah die weichen, braunen Linien, die die Flammen erschaffen hatten und lies sich zu weiteren Experimenten mit schwarz – weißen Linien inspirieren. Danach konnte er sein Werk mit Wasser- oder Ölfarben komplettieren. Damit hatte er eine ganz eigene ,an seine Sehstörung angepasste Technik erschaffen.

Die Galerie

In den historischer Umgebung auf Storvågan, mit Aussicht vom Festland über den Vågakallen, liegt die Galerie Espolin. Sie ist dem Künstler und seinen Werken gewidmet . Hier befindet sich die größte Sammlung seiner Kunst. Außerdem gibt es jeden Sommer eine Wanderausstellung. Die Galerie hat ein ambitioniertes Programm an Ausstellungen und Konzerten und ist eine der meistbesuchten Kunsteinrichtungen Nordnorwegens.

Mehr lesen

www.galleri-espolin.no ist die Internetseite der Gallerie. www.lofoten.info, die Internetseite des Fremdenverkehrsamtes, hat viel information über Lofoten.