Schönheit findet man an den unzugänglichsten Orten. Auf dem nördlichsten Festland Europas, der Nordkyn-Halbinsel, liegt die Klippe Finnkirka, hier zeigt sich die Küste, wie sie sakraler nicht sein könnte.

Die eleganteste Klippe Norwegens

Bei der Einfahrt in den Kjøllefjord auf der Nordkyn-Halbinsel steht sie da, die Finnkirka (gelegentlich auch „Finnkjerka“, zu deutsch „Samen-Kirche“), eines der Wunderwerke der Natur. Die Finnkirka erhebt sich wie eine Kirche, mit Kirchturmspitze, Dach und Wänden zwischen einer Steilküste und dem Eismeer, geschaffen durch das gewaltsame Aufeinandertreffen des Eismeers mit der steinharten Küste der Finnmark über tausende von Jahren hinweg.

Samische Opferstätte

Man darf es als wahrscheinlich ansehen, dass die Samen die Finnkirka als eine „sieidi“, eine Opferstätte nutzten. In der Religion der Samen waren alle Dinge in der Natur beseelt. Auffallende Formationen in der Landschaft wurden somit zu Heiligtümern. Allerdings wurden die Samen zu Christen, ehe es jemand schaffte zu beschreiben, wie es vor sich ging, deshalb verfügen wir über keine Einzelheiten.

Licht in der Dunkelheit

Häufig hat man die eindrucksvollsten Erlebnisse im Winter in Nordnorwegen. Die Finnkirka ist heute im Winter beleuchtet, auf einer Nordlichtreise ist die Finnkirka somit ein Licht in der Winternacht. In der Dunkelheit des Winters müssen die Details zurücktreten, während die kraftvolle, einfache Form der Finnkirka umso stärker hervortritt.