Frisch weht der Wind bei einer Fahrt um den Vestfjord, vorbei an den hohen Bergen und vielen Inseln und mit kulturellen Angeboten an jeder Ecke.

Bodø – eine Stadt im Wind

Die verkehrstechnisch gut angebundene Hauptstadt der Region lockt mit ihrem ganzjährigen kulturellen Leben. Nur 33 km entfernt liegt der Gezeitenstrom Saltstraumen, an dem Sportangler nicht enttäuscht werden. Weiter nördlich auf der Insel Kjerringøy liegt die besterhaltene ehemalige Handelsstation des Landes, die einst zu den größten der Region zählte.

Zu den Lofoten

Zwischen Bodø und den Lofoten verkehrt eine Fähre im Sommer bis zu sechs Mal täglich, manchmal läuft sie auf der Fahrt nach Moskenes auch die Inseln Røst und Værøy an. Auf den Lofoten befindet sich die größte Seevogel-Kolonie Europas. Auf Røst brüten Papageientaucher bereits seit Urzeiten – sie nisten hier von April bis Anfang August.

Der Ort Å

Die E10, der Kong Olavs Vei auf den Lofoten, endet in der Ortschaft Å, ungefähr 5 km vom Fähranleger von Moskenes entfernt. Dort endet auch „Die Nationale Touristenstraße“, die sich von Melbu auf den Vesterålen über den Hadselfjord und Fiskebøl auf den Lofoten bis ganz in den Süden der Inselgruppe erstreckt. Am Wege in Richtung Å liegen Fischersiedlungen wie an einer Schnur aufgereiht (Tind, Sørvågen, Reine und Hamnøy) . Nicht ohne Grund wurde die Aussicht von Reine zum Kirkefjorden zu Norwegens schönster auserkoren.

Die Insel Flakstadøy

Die Straße schlängelt sich entlang von Felsen und über Brücken zur Insel Flakstadøy, der nächsten Lofoteninsel, dessen weißer, einladender Ramberg-Strand an südliche Gefilde denken lässt. Die Fischersiedlung Nusfjord mit ihrer besonderen Bauweise wurde im Europäischen Denkmalschutzjahr 1975 als besonders erhaltenswert gewürdigt. Am Meer bei Vikten sorgt bei klarem Wetter die Mitternachtssonne zwischen dem 27. Mai und 17. Juli für eine ganz besondere Stimmung.

Die Insel Vestvågøy

Vestvågøy, die größte Lofoteninsel, erreicht man durch den 1780 m langen Nappstraumtunnel. Sie unterscheidet sich von ihren Nachbarinseln durch die großen, landwirtschaftlich geprägten Dörfer und vereinzelt stehende Häuser. Leknes ist das Verwaltungszentrum der Lofoten.

Quer über Vestvågøy

Auf der dem Vestfjord zugewandten Seite fährt man durch Ballstad mit seinen pittoresken Gebäuden und weiter über Mortsund nach Stamsund. Die Mitternachtssonne ist gut von Utakleiv, Unstad und Eggum aus in Richtung Westen über dem Meer zu sehen. Über die E10 gelangt man zum Wikingermuseum in Borg, in dem man mehr über die Lebensweise der Wikinger erfährt.

Gimsøy und Austvågøy

Gimsøya lädt zu einer Partie Golf ein. Auf Austvågøy sind die Berge alpiner und die Besiedlungen dichter. In Henningsvær, dem Venedig der Lofoten, herrscht zu jeder Jahreszeit buntes Treiben. Im Winter ziehen von hier aus Fischer zum traditionellen Lofotfisket zum Fischen aufs Meer.de r Berg Vågakallen ragt seit Menschengedenken stolz und respekteinflößend in die Höhe. Heute stellt er für Kletterer eine große Herausforderung dar.

Kabelvåg und Svolvær

Die E10 führt nach Kabelvåg und Svolvær. Kabelvåg war lange Zeit ein Handelszentrum und die größte Fischersiedlung der Lofoten, eine Epoche, an die heute noch mehrere Zeugnisse erinnern. Svolvær, die heimliche Hauptstadt der Lofoten, versprüht Lebensfreude. Künstler lassen sich hier schon seit jeher vom Licht und von der Natur inspirieren.

Geita und der Trollfjord

Der Berg Svolværgeita (Die "Ziege von Svolvær") mitten in Geita bietet Herausforderungen für Bergkletterer. Auch eine Fahrt in den dramatisch anmutenden Trollfjord lohnt sich – von Svolvær fährt im Sommer mehrmals ein Schiff in den Fjord.

Andere Strecken

Von Svolvær folgt man der E10 nach Fiskebøl, nimmt die Fähre über den Hadselfjord nach Melbu auf den Vesterålen-Inseln und fährt weiter auf der Route 4 (über die Vesterålen und die Lofoten) oder der Rv82 nach Andenes. Von dort nimmt man die Fähre (nur Sommerbetrieb) nach Gryllefjord auf Senja und fährt weiter nach Norden. Man kann aber auch von Fiskebøl den neuen Streckenabschnitt der E10 nach Gullesfjordbotn nehmen und von dort der Route 4 folgen.

Nach Hamarøy

Von Svolvær kann man die Fähre nach Skutvik auf Hamarøy nehmen (mit Zwischenstopp auf der Insel Skrova) in die Gegend, in der der Schriftsteller Knut Hamsun aufwuchs. Einen Abstecher ins nördlicher gelegene Tranøy mit seinen reizvollen Häusern und der tollen Aussicht über den Vestfjord und den Berg Tilthornet sollten Sie sich nicht entgehen lassen. Von Ulvsvåg geht es weiter auf der E6 nach Süden. Wenn Sie bei Sommerset auf die Rv827 abbiegen, gelangen sie nach Drag am Tysfjord, wo sich das sog. Lulesamiske Senteret „Arran“ befindet. Es informiert über die Geschichte, Sprache und Kultur der Lule-Samen, die hier am Tysfjord sehr stark vertreten sind.

Felszeichnungen

Weiter nach Süden auf der E6 gelangt man nach Tømmernes, wo alte Felszeichnungen (4000 bis 8000 Jahre alt) zu sehen sind. Nach dem Abbiegen auf die Rv835 erreicht man die Kommune Steigen mit ihrer kontrastreichen Natur und einer Kulturlandschaft mit Denkmälern aus der Eisenzeit und früheren Kriegen. Entlang der E6 über Hamarøy stößt das Auge des Betrachters auf hohe, schneebedeckte Berge, blanke Felsen, sprudelnde Flüsse und viel Wasser. Ein Tunnel reiht sich auf dieser Strecke an den anderen.

Marmor

Der Ort Fauske an der E6 ist bekannt für seinen Marmor. Die Marmorsorte Norwegian Rose, die von hier stammt, schmückt das UN-Gebäude in New York, den Palast des japanischen Kaisers in Tokyo und das Rathaus von Oslo.

Der Bergbauort Sulis

Die Rv830 von Fauske nach Sulitjelma führt auf der alten Eisenbahntrasse entlang durch Tunnel, vorbei an Flüssen und Schluchten. Die Bergbaustadt Sulitjelma wurde um 1890 gegründet, nachdem der Same Mons Petter hier Erz gefunden hatte. Bis 1991 wurde hier Bergbau betrieben, wovon heute noch das Grubenmuseum und die für Besucher geöffnete Grube zeugen.

Zurück nach Bodø

Von Fauske geht es zurück über die Rv80 nach Bodø. Von der Rv80 führt bei Tverlandet die Rv17 nach Saltstraumen, dem Eldorado für Angler.