Die Landstraße 17 von Steinkjer nach Bodø ist eine der abwechslungsreichsten und schönsten Straßen im Land mit herrlichen Landschaften und reicher Kulturgeschichte. Im Folgenden werden die einzelnen Punkte nacheinander aufgeführt.

Vom Süden in den Norden

Die Küstenstraße (Kystriksvei) ist auch eine unserer Landschaftsrouten (Nasjonal Turistvei). Es folgt eine Übersicht über einige der wichtigsten Sehenswürdigkeiten, Aktivitäten und Abstecher, aufgeführt von Süd nach Nord.

Süd-Helgeland: Torghatten und die Eiderdaunen

Von Trøndelags Grenze führt die Landstraße 17 durch eine abwechslungsreiche Landschaft mit blankgescheuerten Bergen, Inseln temperierten Regenwalds und grünen Feldern, umgeben von einem Gewimmel von Holmen, in die hübsche Küstenstadt Brønnøysund. Von dort aus bieten sich vielerlei Abstecher an.

  • Das Loch im Berg Torghatten; Süd-Helgelands Charakterberg belohnt Sie mit einer fantastischen Aussicht, wenn Sie die kleine Tour nach oben zu dem kathedralenartigen Loch unternehmen.
  • Der zum Weltkulturerbe gehörende Vega-Archipel; auf den Holmen vor dieser großen Insel leben die Eiderente und die Menschen seit Jahrhunderten in gegenseitiger Abhängigkeit. Das sogenannte „E-Hus“ auf Nes ist ein Museum, in dem alles in Zusammenhang gebracht wird. Nehmen Sie auch unbedingt an einer Bootstour zu den Nistplätzen der Eiderenten teil, deren Lebensraum die kleinen Inseln sind.
  • Hildurs Urterarium ist ein Kräutergarten, der von der norwegischen Volksmedizin inspiriert wurde. Hier gibt es auch ein Restaurant, in dem Sie die Produkte kosten können.
  • Das Norsk Havbrukssenter bietet Führungen durch eine Lachsfarm.

Reiseinformationen:

Namsos (Trøndelag)–Brønnøysund: 202 km/3,5 Std.

Fähren (www.kystriksveien.no):

  • Lund–Hofles (Landstraße 17) 20 min. (Achtung: Trøndelag)
  • Holm–Vennesund (Landstraße 17) 20 min.
  • Horn–Andalsvåg (Landstraße 17) 20 min.
  • Schnellboot von Brønnøysund nach Vega, Fähre nach Vega von Horn.

Mittel-Helgeland: Märchenfelsen und Steinkirchen

Unterhalb der Bergkette der Sieben Schwestern liegt Sandnessjøen, das Zentrum des fruchtbaren, grünen Mittel-Helgelands. Die Stadt bietet einen praktischen Ausgangspunkt für Ausflüge in ein ausgedehntes Inselreich.

  • Forvik: Handelszentrum mit alten Häusern am Fährkai, heute mit Gourmetrestaurant und Kaffeerösterei.
  • Alstahaug: Der Dichterpfarrer Petter Dass wirkte in der alten Kirche aus dem 12. Jahrhundert. Das moderne Petter-Dass-Zentrum informiert über sein Leben und Werk.
  • Dønnes: Die Kirche aus dem 13. Jahrhundert wurde zu Norwegens schönster gekürt, während das Herrenhaus Dønnes eine sehenswerte Einrichtung und eine reiche Geschichte aufweist. Ganz in der Nähe ist ein Phallus aus der Eisenzeit zu sehen.
  • Herøy: Die größte der drei mittelalterlichen Kirchen ist die Kirche in Herøy aus dem 12. Jahrhundert, Helgelandskathedrale genannt.
  • Die Sieben Schwestern: die charakteristische Bergkette, die über die Küstenstadt Sandnessjøen ragt.
  • Helgelandsbrua: Die 1065 m lange und 138 m hohe Helgelandsbrücke wurde zu Norwegens schönster gekürt.

Reiseinformationen:

  • Brønnøysund–Sandnessjøen: 92 km/2,5 Std.
  • Mosjøen (E6)–Sandnessjøen: 71 km/1+ Std.

Fähren (www.kystriksveien.no):

  • Forvik–Tjøtta 60 min.
  • Levang–Nesna 25 min.
  • Sandnessjøen–Dønna für Ausflüge auf die Inseln vor Sandnessjøen 25 min.

Nord–Helgeland: Inselgewimmel, Berge und Gletscher

Wilder, mit höheren Bergen und längeren Fährstrecken unter dem gigantischen Gletscher Svartisen und mit nur wenigen, kleinen Siedlungen – Nord-Helgeland ist großartig und relativ unbekannt.

  • Lurøy, Lovund und Træna: Von Stokkvågen aus gehen Fähren zu drei ganz besonderen Inselgemeinden, die sich gut zum Inselhüpfen per Fahrrad eignen:
  • Lurøy mit seinem Herrenhaus und Renaissancegarten
  • Lovund mit Lundeura, einem Vogelfelsen, zu dem der Papageientaucher (Lundefugl) jedes Jahr am 14. April zurückkehrt
  • Træna; Norwegens ältestes Fischerdorf und die äußerste von Helgelands Inseln mit besonderem dreizackigen Umriss.
  • Handelszentrum Selsøyvik (Abstecher von Kilboghamn); gut erhaltenes Handelszentrum aus dem 18. Jahrhundert.
  • Die Insel Vikingen mit dem Globus, der den Polarkreis markiert, ist von der Fähre aus zu sehen, die zwischen Kilboghamn und Jektvik verkehrt. Im Hintergrund ragt die charakteristische Bergformation Hestmannen empor.

Reiseinformationen:

  • Sandnessjøen–Ørnes: 236 km/5 Std. (3 Fähren)
  • Mo i Rana (E6)–Ørnes: 200 km/4 Std. (2 Fähren)

Fähren (www.kystriksveien.no)

  • Levang–Nesna (Landstraße 17) 25 min.
  • Jektvik–Kilboghamn (Landstraße 17) 60 min.
  • Ågskardet–Forøy (Landstraße 17) 10 min.
  • Fähre und Bootsrouten von Stokkvågen hinaus nach Lurøy, Lovund, Træna und zu verschiedenen anderen Inseln.
  • Fähre von Kilboghamn nach Rødøy und Selsøyvik

Salten: Gletscher und Ströhmung

Die Wildheit setzt sich südlich in Salten fort, und zwar in Meløy, von wo aus der Svartisen noch immer unter den Bergspitzen zu sehen ist. Beim Fjord ist die Landschaft jedoch fruchtbar und grün. Weiter nördlich erhebt sich das 1100–1200 Meter hohe Bergmassiv Børvasstindan, bevor man von einer eleganten Brücke aus auf die Stromwirbel des Saltstraumen hinunterblickt. Von hier aus ist es nur eine kurze Strecke nach Bodø.

  • Engabreen, eine Zunge des Svartisen, die fast bis ans Meer hinabreicht.
  • Glomfjordfjellet: Portal zu Norwegens neuestem Nationalpark Láhku mit seiner besonderen Karstlandschaft aus Kalkstein
  • Handelszentrum auf Ørnes, mit gut erhaltenen Häusern aus dem 19. Jahrhundert, eingerahmt von spitzen Bergen.
  • Storvika, mit schönen Stränden und Aussicht auf Værøy und die Lofoten bei klarem Wetter.
  • Gildeskål, alte Kirche aus dem Jahr 1130, möglicherweise Nordnorwegens älteste Kirche, steht in Verbindung mit dem Psalmdichter Elias Blix (Abstecher)
  • Saltstraumen, der stärkste Gezeitenstrom der Welt, ist ein bemerkenswertes Naturphänomen. Entnehmen Sie den Gezeitentabellen, wann Sie dort sein müssen, um den Strom zu erleben, wenn er besonders wild siedet und kocht.

Reiseinformationen:

  • Ørnes–Bodø: 119 km/2 Std.
  • Ørnes–Fauske (E6): 136 km/2+ Std.

Aktivitäten:

Die Natur ist hier nicht nur wunderschön, sondern auch leicht zugänglich.

  • Das Inselhüpfen per Fahrrad ist einfacher, als Sie denken. Nehmen Sie ein Fahrrad mit auf die Fähre und lassen Sie sich auf eine Insel übersetzen. Radeln Sie dann unangestrengt und bei wenig Verkehr auf Gemeindestraßen die Meeresküste entlang. Die Touristeninformationen bieten Fahrräder zum Verleih an.
  • Wanderungen gibt es für jeden Geschmack – von der kleinen Tour in das Loch des Torgatten hinauf bis hin zu den Sieben Schwestern auf einer Wanderung von 10–15 Stunden. Die Touristeninformationen verkaufen Karten und geben Auskünfte zu den Routen.
  • Die Küste ist wie geschaffen zum Kajakfahren in dem ruhigen Fahrwasser zwischen den kleinen Inseln und den vielen Sandstränden, an denen man an Land gehen kann. Über unsere Suchmaschine können Sie organisierte Kajaktouren entlang der Küste finden.

Praktische Infos:

  • Von der Küstenstraße gehen viele Fährstrecken aus. Im Herbst, Winter und Frühjahr bilden sich an den Fähren normalerweise keine Schlangen, aber im Sommer kann viel Betrieb herrschen. Es empfiehlt sich, zeitig an der Anlegestelle zu sein, um Schlangen zu vermeiden oder einfach flexibel zu sein.
  • Das Übernachtungsangebot ist für nordnorwegische Verhältnisse außergewöhnlich abwechslungsreich und reichhaltig. Handelszentren, Fischerhütten, alte Internate oder einfachere Hotels und Campingplätze haben in der Regel reichlich Platz. Ausgenommen davon ist der Monat Juli, hier kann sich eine Vorausbestellung lohnen.
  • An Speiselokalen mangelt es ebenfalls nicht. Die Küstenstädte Brønnøysund und Sandnessjøen haben ein gutes Angebot vom einfachen belegten Butterbrot im Café über chinesische Küche bis hin zu feinen Speiselokalen. In den hiesigen Gemeinden und Siedlungen finden Sie Gasthöfe (Kro), Cafés, Cafeterias auf Fähren (die großzügig bestrichene Lefse – dünnes weiches Fladenbrot – anbieten) sowie das eine oder andere echte Gourmetrestaurant.

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