In Lofoten ist die Landschaft unter Wasser genauso sehenswert wie die über Wasser. Im Lofot-Aquarium können Sie die Bewohner der Tiefen des Vestfjordes kennenlernen.

Direkt in den Vestfjord hinein

Das Lofot-Aquarium befindet sich in Storvågan, westlich von Svolvær, ganz unten am Meeresufer. Hier möchte man den Besuchern zeigen, was sich in den Gewässern um Lofoten herum und weiter nördlich tummelt, von Säugetieren wie Seehunden und Ottern über Fische aller Art bis hin zu Seeanemonen und Seesternen.

Die Robben

Im draußen liegenden Robbenbecken leben 4 europäische Seehunde, zwei erwachsene Weibchen mit zwei Jungtieren. Diese Robbenart, die 80-100 cm lang wird, ist entlang der norwegischen Küste weit verbreitet. Die Seehunde ernähren sich hauptsächlich von Heringen. Seit 1996 sind im Robbenbecken jedes Jahr Junge geboren worden, was ein sicheres Zeichen dafür ist, dass sie sich hier im Aquarium wohl fühlen. Die Seehunde werden jeden Tag um 12 und 16 Uhr gefüttert, was immer von vielen neugierigen Zuschauern bestaunt wird.

Die Otter

Zu den Publikumslieblingen gehört zweifelsohne das im Aquarium lebende Otterpärchen. Der europäische Otter ist größtenteils aus ganz Europa verschwunden und ist nach Jahrhunderten mit intensiver Jagd auch in Südnorwegen bedroht. In Nordnorwegen ist der Bestand jedoch lebenskräftig.

Der Seewolf

Was alle Besucher zum Staunen bringt, sind die in der Bodenzone des Meeres lebenden, bläulichen Gefleckten Seewölfe, die am Beckengrund in großen Knäueln zusammenliegen. Der Gefleckte Seewolf ist nämlich der Geselligste unter den Fischen. Er hat auch einen unverschuldeten schlechten Ruf aggressiv zu sein, aber eigentlich ist es ein friedlicher Fisch, der seine furchteinflößenden Zähne zum Knacken von Krustentieren und Muscheln benutzt. Belästigt man ihn aber, kann er auch aggressiv werden.

Kabeljaugarantie

Das Lofot-Aquarium ist der einzige Ort in der Welt, wo man ganzjährig eine Kabeljau-Garantie hat. Der norwegisch-arktische Kabeljau, auch Dorsch genannt, hat normalerweise seinen Lebensraum in der Barentssee. Von Januar bis April schwimmt er jedoch südwärts, nach Lofoten, um zu laichen, was die Grundlage für den größten Kabeljaufischfang der Welt bildet. Im Lofot-Aquarium ist der Kabeljau das ganze Jahr über zu sehen.

Weißer Heilbutt und Plattfische

In einem der Schauaquarien liegt man tief. Die Plattfische, Heilbutte und Rochen haben sich dem Leben am Meeresboden angepasst, wo sie sich von dort lebenden Tieren und Kleinorganismen ernähren. Der weiße Heilbutt beginnt sein Leben mit einem herkömmlichen Fischkopf. Nach und nach entwickelt sich dann die charakteristische Kopfform wo die Gesichtszüge verzerrt und flach werden. Bei den Plattfischen ist das Gesicht das ganze Leben lang schief. Der Rochen ist ein Knorpelfisch und ist mit dem Hai nah verwandt.

Edelfische draußen und drinnen

In gesonderten Aquarientanks leben Lachse, Regenbogenforellen und Seesaiblinge. Hier im Aquarium lebt der Seesaibling in Süßwasser und hat eine schöne rote Farbe. Diese silbernen Edelfische werden in Süßwasser geboren und wachsen im Salzwasser auf, bevor sie wieder zum Laichen in den Fluss, wo sie geboren wurden, zurückkehren. Der Lachs du der Seesaibling sind ein natürlich vorkommender Fisch in Nordnorwegen, während die Regenbogenforelle von einem Amerikaner ausgesetzt wurde. Lachs und Forelle spielen eine wichtige Rolle in der Aquakultur entlang der Küste. Gleich außerhalb des Aquariums stehen zwei Käfiggehege mit Lachs, die Teil der Besuchswanderung sind.

Von Strand bis Tiefe

Alle die in Nordnorwegen schon mal am Meer entlanggelaufen sind, wissen, dass der Strandstreifen voll mit Leben ist. Die Ausstellungen zeigen atlantischen Butterfisch, Kaisergranat und Hummer. Nordwärts ist der Hummer bis Tysfjord, gleich innerhalb von Lofoten, zu finden und ab und zu fängt man einen Hummer auch in Lofoten. Die Königskrabbe dahingegen kommt nicht aus Lofoten, sie lebt in den kalten Gewässern ganz im Norden des Pazifiks. Sie hat Lofoten noch nicht erreicht. Dieser großen Krabbe ist es möglicherweise zu warm im wärmeren Golfstrom um Lofoten.

Koexistenz

Die Lofoten-Inselgruppe ist sowohl ein Ort an dem sich der heranwachsende Fisch tummelt, ein wichtiges Gebiet für die Aquakultur wie auch eine für die Erdölindustrie interessante Region. Die Ausstellung Koexistenz auf dem Meer zeigt mögliche Lösungen, wie die traditionelle Fischindustrie, die neue Aquakulturwirtschaft und die noch nicht ausgebaute Erdölindustrie zusammen existieren können. Umweltfragen stehen zentral in der Ausstellung. Die Ausstellung ist interaktiv und ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt um Wissen zu vermitteln, das Potential dieser Wirtschaftszweige zu studieren und die Entwicklung national und international mitzuverfolgen.

Weitere Infos

Auf der Homepage des Lofot-Aquariums, www.lofotakvariet.no, finden Sie noch viele weitere Infos, u.a. die Öffnungszeiten. Unter www.lofoten.info finden Sie Reiseinformationen für ganz Lofoten.