Von Inseln aufs Festland, zu Bergen und Fjorden - und überall märchenhafte Bergformationen. Eine Fahrt durch Helgeland ist eine Reise wert.

Das Tor nach Nordnorwegen

Am „Tor nach Nordnorwegen“ ist unbedingt die erste Kaffeepause einzulegen. Am sog.no rdlichtbogen, der sich über die E6 spannt, erkennt man das Informationszentrum, wo man nützliche Tipps für die weitere Reise erhält. Die E6 führt weiter nach Norden entlang des Sees Majavatn. Er diente früher als Versammlungsort der Samen und ist auch ein düsteres Andenken an Widerstand und Kampf während der Besatzung im Zweiten Weltkrieg. Als Alternative zur E6 bietet sich der Villmarksveien von Kappåfjell im Süden nach Korgen an – 150 km durch schöne und wilde Natur.de r Nationalpark Børgefjell und Norwegens größter Binnensee Røsvatn laden zu herrlichen Naturerlebnissen ein.

Der Süden von Nordnorwegen

Biegt man bei Brenna von der E6 auf den Tosenveien (Straße Rv76) in Richtung Brønnøysund ab, gelangt man zum Meer. Im Gebiet des Velfjords kommen Angler und andere Freiluftaktivisten voll auf ihre Kosten. Am Fjord sieht man klassische nordnorwegische Häuser. Steile Hänge. Höfe an den Strandflächen. Bootshäuser. An windstillen Tagen spiegeln sich die Berge im Fjord. Und dann die fantastische Küste, mit der abwechslungsreichen und schönen Küstenstraße Rv17.

Abstecher nach Bindal

Bei einem Abstecher nach Bindal, der südlichsten Kommune im Bezirk Nordland, fährt man durch Sømna, ein Gebiet, das seit alters her als Kornkammer Nordnorwegens gilt. Danach nimmt man die Fähre von Vennesund nach Holm und erreicht Bindal, die Kommune in der Wildmark, die nicht nur für ihren Lachsreichtum, sondern vor allem für ihre eigene Version des alten Nordland-Bootes, den Bindalsfærring, bekannt ist. Auch heute baut man diese traditionellen Boote noch, mit denen jeden Sommer im Süden von Helgeland (Sør-Helgeland) Regatten abgehalten werden.

Brønnøysund und Torghatten

In Brønnøysund trifft man auf eine lebendige, stimmungsvolle Kleinstadt, eingerahmt von fruchtbaren Wiesen, glatt polierten Felsen und einer traumhaften Schärenküste. Die Schiffe der Hurtigruten passieren den engen Brønnøysund auf ihren Fahrten nach Norden und Süden.de r Torghatten, der Berg mit dem Loch, das wie ein Auge anmutet, überwacht alles mit wachem Blick. Laut der Sage über das Nordlandsfjell wurden Torghatten und die anderen großen Trolle entlang der Küste von Nordland zu Stein, als die Sonne aufging. Im Fremdenverkehrsbüro kann man mehr über die Sage erfahren.

Weltkulturerbe auf der Inselgruppe Vega

Von allen großen Orten entlang der Helgelandsküste fahren Schiffe zu den Schären. Dieses Inselreich mit seinen zehntausenden Inseln, Holmen und Schären und einzigartigem Vogelleben ist voller Erlebnisse. Die Inselgruppe Vega zählt seit 2004 zum UNESCO-Welterbe. Auf vielen der Inseln kann man übernachten, und sie sind streckenweise mit dem Auto befahrbar. Ein Fahrrad und ein Zelt im Gepäck dabei zu haben, ist aber nie verkehrt.

Die Heimat von Hägar dem Schrecklichen

In Tjøtta blickt man auf eine interessante Geschichte zurück. Von der Wikingerzeit bis ins 18. Jh. zählten zu dem gleichnamigen Gut bis zu 300 Höfe. Eine Reihe geschichtlicher Zeugnisse ist für den Publikumsverkehr freigegeben.de r Kriegsfriedhof von Tjøtta erinnert an die Tragödien vergangener Kriege. Dort ruhen 10. 000 Kriegsopfer.

„Die Sieben Schwestern“ und der Lyriker Petter Dass

Auf der Insel Alsten (Alstenøya) liegen die Berge „Die Sieben Schwestern“ (910 bis 1072 m Höhe), mit markierten Wanderwegen. Hier können Sie auch mehr über den bekannten nordnorwegischen Dichter Petter Dass erfahren, der in Alstahaug Pfarrer war. Die Kirche stammt aus der Zeit zwischen 1150 bis 1200. Das Pfarrhaus von 1650 wurde sorgsam restauriert. Aus der Wikingerzeit stammen die Hügelgräber (die größten Nordnorwegens) . Im Oktober 2007 wurde das moderne und eindrucksvolle Petter Dass-Museum in Alstahaug eröffnet. Mit diesem Museum markierte der Verwaltungsbezirk Nordland die Jahrtausendwende.

Sandnessjøen und die Inseln

Im Hafen von Sandnessjøen herrscht reges Treiben. Er ist Ziel der Schnellfähre von Bodø und Anlaufstelle der Schiffe der Hurtigruten, aber auch Ausgangspunkt für Fahrten zu Schären und Inseln. Dønna und Herøy sind tolle Ausflugsziele: Weiße Sandstrände, alte pittoreske Häuser, eine Kirche aus dem Mittelalter und der Aussichtspunkt ganz oben auf dem Dønnesfjell sind sehenswert. Auf Herøy findet man gute Plätze zum Angeln und Baden, viele vereinzelte Siedlungen, sowie die Kirche Helgelandskatedralen aus dem 12. Jh.

Auf ins Binnenland nach Mosjøen

Wenn man ganz in den Leirfjord reingefahren ist, verlässt man die Straße Rv17, um auf der Rv78 in Richtung Süden zu fahren, den Vefsnfjord entlang. Man sollte sich Zeit lassen und die Aussicht genießen! Die Strecke ist anspruchsvoll, aber richtig interessant, da sie auf einem Felsvorsprung verläuft. Sicher führt sie einen ins Binnenland nach Mosjøen, einem Ort mit eigentümlicher Geschichte. Ursprünglich ein verschlafenes Örtchen am Strand, erlebte es ab 1860 ein imposantes Wachstums, als sich Engländer niederließen, um Holz aus den üppigen Nadelwäldern in Vefsn zu exportieren. Auf der Straße Sjøgate findet man die längste aus Holzhäusern bestehende Häuserzeile Nordnorwegens, die noch aus dieser Zeit stammt. Restaurants, kleine Cafés, Galerien, Ausstellungen, Geschäfte, schöne Häuser, Bootshäuser und einen Bootssteg für Gäste bietet der Ort.

Die Wasserfälle

Auf der E6 nach Süden kommt man an dem mächtigen Laksforsen vorbei, wo das Wasser 17 m in die Tiefe stürzt. Hier sieht man, wie die Lachse sich durch das Wasser stromaufwärts kämpfen. In Trofors können Sie auf die Straße Rv73 nach Hattfjelldal abbiegen, einer Gegend, die wie Susendal für sein kulturelles Leben und seine Handwerkstraditionen bekannt ist. Hattfjelldal zählt zu einem der vielen Gebiete in Helgeland, wo sich die Samen niederließen.

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