Schöne Frauen verdienen all die Aufmerksamkeit, die sie bekommen können. Auf Helgeland, an der Märchenküste, warten sieben überirdische Schönheiten darauf bewundert zu werden. Entscheiden Sie selbst, ob Sie die Schwestern in sicherem Abstand bestaunen wollen oder ob Sie sich heranwagen.

Sieben Gipfel

Zu siebt liegen die Schwestern in Reih und Glied entlang der Hurtigrute. 1000 Meter ragen sie steil über die Inselreiche Küste und die fruchtbare Kulturlandschaft. Die fantastische Aussicht lässt sich sowohl vom Deck der Hurtigrute als auch von einer Fahrradtour auf den Inseln bewundern. Wie es aber so ist mit jeder echten Schönheit – erst der nähere Kontakt bringt den wahren Genuss.

Schwestern mit Namen

Von Norden nach Süden liegen: Botnkrona (1072 m), Grytfoten (1019 m), Skjæringen (1037 m), Tvillingene (945 m und 980 m), Kvasstinden (1010 m) und Breitinden (910 m).   

Zeugen der Eiszeit

Zu verdanken sind sie der Eiszeit: Die Gletscher, die sich in die weichen Gesteinsarten graben und die härteren nackt und blank gescheuert stehen lassen. Vor 20 000 Jahren war die Landschaft um die Schwestern ein Wirrwarr von Gletscherzungen, die in alle Richtungen zeigten und deren Gipfel nach oben ragten wie Nunatakker.

Versteinerte Leidenschaft

Nach altem Volksglauben spielen die Sieben Schwestern eine Rolle im Nordlandsmärchen, der Sage über die Entstehung der Nordlandsberge. Darin jagt der feurige Hestemannen die Lekamøya und die sieben Schwestern. Er wollte die Lekamøya für sich gewinnen, und einige der Schwestern hatten wohl auch ein Auge auf ihn geworfen hatten. Die „Seifenoper“ nahm jedoch ein schreckliches Ende, als die Sonne aufging und alle zu Stein erstarrten.

Von Trøndelag bis Lofoten

Die 1072 Meter hohe Botnkrona bietet die weiteste Aussicht. Nach Süden hin sieht man Vega, den Torghatten und die nördlichsten Ausläufer Trøndelags. Übers Meer gen Westen erblickt man die helgeländischen Inseln und die drei Gipfel des Træna. Der 1916 Meter hohe Oksskolten, Nordnorwegens höchster Gipfel, liegt im Osten. Im Norden befindet sich der Gletscher Svartisen. An klaren Tagen sieht man die Gipfel von Lofoten.

Steigen sie hinauf

Für Menschen mit normaler Ausdauer ist es nicht schwer, auf die Sieben Schwestern hinaufzusteigen. Für die weniger Bergkundigen ist es ratsam, den steilen Kvasstinden auszulassen. Gut ausgeschilderte Wege führen von Botn bei Sandnessjøen auf jede einzelne der Sieben Schwestern hinauf und hinab nach Søvika südlich vom Flughafen in Sandnessjøen. Hierfür stehen eine Anzahl markierter Parkplätze zur Verfügung. Die Touristeninformation in Sandnessjøen verkauft speziell von der Touristenvereinigung in Sandnessjøen und Umgebung herausgegebene Wanderkarten.

Auf Wanderschaft mit den Sieben Schwestern

Die ganze Bergkette abzuwandern, alle Gipfel hinauf und hinunter – das ist eine Herausforderung für alle Bergkundigen mit guter Kondition. Der durchschnittliche Bergwanderer braucht 10 bis 15 Stunden für die ganze Tour; der Rekord aber liegt bei eindrucksvollen 3 Stunden und 15 Minuten. Die Touristeninformation gibt Ihnen eine detaillierte Beschreibung mit, und hinterher gibt es eine Urkunde.

Sandnessjøen und Alstahaug

Sandnessjøen ist eine nette Stadt an der Küstenstraße mit Hotels, Restaurants, Anlaufstellen der Hurtigrute und einem Flughafen mit Direktverbindung nach Oslo. Südlich der südlichsten Schwester liegt der historische Ort Alstahaug mit einer alten Kirche aus dem 12. Jahrhundert, einem Pfarrhof aus dem 18. Jahrhundert und dem Peter-Dass-Museum. In der Touristeninformation von Sandnessjøen können Sie ein Fahrrad mieten und mit dem Boot die Inselwelt erkunden.

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