Tolle Strände, tolle Aussicht und ein lebendiger Fischerort – nicht weit von Tromsø gelegen bietet sich die Insel Sommarøy als herrliches Ausflugsziel oder als Zwischenstopp auf einer Reise nach Norden an.

Hart arbeitende Menschen

Sommarøy zählt mit seinen 300 Einwohnern zu den lebendigsten Fischerorten in Troms. Hier wird der gefangene Hering in hochmodernen Anlagen verarbeitet und anschließend gefroren in die ganze Welt geliefert. Somit spielt der Ort eine nicht unbedeutende Rolle für die Handelsbilanz Norwegens.

Ein noch junger Ort

Seinen sonnigen Namen verdankt der Ort der Tatsache, dass er von den Bewohnern von Hillesøya ursprünglich als Sommerweide für das Vieh genutzt wurde. Erst ab 1900 wuchs der Ort im Zuge der Motorisierung der Fischerflotte. Als man noch mit Ruder und Segel zum Fischen fuhr, wohnte man möglichst weit draußen auf den Inseln und Holmen. Mit den Motoren als Schiffsantrieb und größeren Fischerbooten war das nicht mehr nötig – gute Häfen waren jetzt wichtiger.

Aussicht

Von Sommarøy hat man eine atemberaubende Aussicht. Im Norden erstrecken sich die kleinen Inseln in der Kommune Tromsø, mit dem 486 m hohen Berg Håja, der dem Architekten der Kirche Ishavskatedralen in Tromsø als Inspirationsquelle diente. Im Süden sieht man die steile Küste der Insel Senja bis zum Felsvorsprung Kjølva. Nach Osten liegen die Fjells der Insel Kvaløya, im Westen das Meer. Im Sommer steht die Mitternachtssonne im Westen über dem Meer.

Weiße Strände

Tolle Strände, warme Buchten und flaches Wasser. An warmen Sommertagen sorgt das kühle Wasser für eine erfrischende Abkühlung. Am Strand kann man spazieren gehen, Muscheln sammeln und die Aussicht genießen.

Zur Insel Tussøy

Zur Insel nördlich von Sommarøy verkehrt mehrmals täglich ein Boot (1 Stunde für Hin- und Rückfahrt). Man sollte für einen Tagesausflug ausreichend Proviant und passende Kleidung einpacken, da die Insel (nur 5 Bewohner) über keine Einkehrmöglichkeiten oder Unterkünfte verfügt.

Die Menschen von Sommarøy

Wer die Bewohner von Sommarøy kennen lernen möchte, sollte den Laden in der Ortsmitte aufsuchen. Dort halten sich die Männer meistens in ihrer „Herrenecke“ (Kaillkråa) auf und trinken Kaffee, während die Frauen die Einkäufe erledigen. Im Handarbeitsgeschäft mit traditionellen Artikeln erhält man Fausthandschuhe, die sich, sollten sie auf einer Seite verschlissen sein, wenden lassen.

Brensholmen, eine alte Kulturlandschaft

Brensholmen zählt im Gegensatz zu Sommarøy zur alten Kulturlandschaft um Tromsø. Das zeigt sich noch heute – regelmäßig fördern die Bauern der Gegend alte Funde aus der Eisenzeit zu Tage, die sie dem Tromsø Museum melden. Bei Sandvika liegt ein schöner, unbebauter Strand, an dem dicht an dicht Grabhügel und Überreste von Gebäuden aus der Eisenzeit liegen. Man muss allerdings schon ein Auge dafür haben, um diese prähistorischen Spuren zu erkennen.