650 Kilometer und sechs Fähren, merkwürdige Bergformationen, Tausende von Inseln, ein reiches Kulturerbe, Vogelfelsen, ein enormer Gletscher, Grotten- und Fahrradtouren: Die Küstenstraße, die von Tröndelag aus an der Helgelandküste entlang bis Bodö führt, ist ein spannendes, erlebnisreiches Abendteuer. Trotzdem schlagen wir den einen oder anderen Abstecher vor!

Auf Märchenspur

Fabelwesen wie der Torghatten, die Sieben Schwestern und der Pferdemann spielen wichtige Rollen im Nordlandsmärchen, der Erzählung von der Entstehung der Berge. Die 650 Kilometer lange Tour auf dem Riksvei 17, der Küstenstraße, bietet so viele Märchen, dass sie sowohl die wichtigste nationale Touristenroute als auch einer der wärmsten Empfehlungen von Lonely Planets für Norwegen ist.

Südliches Helgeland: Inselwelt und Nistplätze

Die Küstenlandschaft im südlichen Helgeland ist geprägt von unzähligen blankgescheuerten Inseln und Holmen, die schützend vor lauschigen Buchten mit üppiger Vegetation und Bauerndörfern liegen. Eines der merkwürdigsten Dinge entlang der Küste ist das Loch im Berg Torghatten. Eine einfache Wanderung führt mitten durch den Berg. Auf Tilrem liegt Hildurs Kräuterwelt, wo Sie bewundern können, was im milden Helgelandsklima alles wächst.

Vega und die Nistplätze

Von der gemütlichen Kleinstadt Brønnøysund reisen Sie hinaus nach Vega. Die Vega-Inseln gehören aufgrund ihrer einzigartigen, erhaltenen Küstenkultur, in der Menschen und Eiderenten im Einklang miteinander leben, zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Unter den Schwestern

Die Route auf Helgeland geht unter den Sieben Schwestern entlang, vorbei am sagenhaften Ort Tjøtt, dem Pfarrhof, der Mittelalterkirche und dem Peter-Dass-Zentrum auf Alstahaug, durch das gemütliche Küstenstädtchen Sandnessjøen, über die elegante Helgelandsbrücke und in den gepflegten Strandort Nesna. Wenn Sie eine der Schwestern erklimmen, liegt all dies zu Ihren Füßen!

Auf den Inseln

Auf Helgeland nehmen Sie einfach das Fahrrad mit an Bord der Fähre und genießen einen der vielen Inselgemeinden. Strandörtchen, Siedlungen, und Kulturdenkmäler liegen nur ein paar Pedaltritte voneinander entfernt. Dønna und Herøy haben die meisten Fahrradwege, und beide haben eine Mittelalterkirche zu bestaunen. Lovund hat seinen eigenen Vogelfelsen. Die dreizackige Insel Træna ist eine kompakte Küstengemeinde 60 km vom Festland entfernt.

Am Svartisen entlang

Nördlich auf Helgeland trifft das Bergmassiv Saltfjell auf das Meer. Diese Landschaft hat eine wilde, dramatische Prägung und Norwegens zweitgrößter Gletscher, der Svartisen, liegt wie eine Kuppel zwischen den bis zu 1415 Meter hohen Gipfeln. Im Holandsfjord reicht der Gletscher Engenbreen fast bis hinunter zum Fjord. Die Fahrt am Industrieort Glomfjord vorbei bis zum alten Handelsplatz auf Ørnes geht durch lange Tunnel und in Serpentinen hoch über den Fjorden.

Ein wildes, fernes Inselreich

Der Handelsort Selsøyvik, der Renaissancegarten auf Lurøy, der Glöcknerhof auf Rødøy und die winzig kleine Gemeinde am Leuchtturm von Myrken liegen unter den 571 steilen Metern des Hestemannen und der skulpturalen Form des Rødøyløvas. Das Inselreich im Norden von Helgeland ist weit von den Touristenstraßen entfernt, Sie müssen also die Schiffsrouten durchgehen, wenn Sie zu den unbekannten Perlen hinaus wollen. Von der Fährlinie Kilboghamn-Jektvik aus sehen Sie den Globus auf dem Vikingen-Holm, der den Polarkreis markiert.

In die Salten-Region hinein

Nördlich der Bergreihe ist die Landschaft grüner, mit Bauerndörfern, Wald und Meeresblick bis nach Lofoten. In der alten Kirche von Gildeskål von 1130 wurde der Psalmdichter Elias Blix getauft. Der stärkste Gezeitenstrom der Welt, der Saltstraumen, zeigt vier Mal täglich sprudelnde Stromwirbel unter einer eleganten Brücke. Mit festlicher Fanfare wird somit die Küstenroute nur 30 Kilometer von Bodø entfernt beendet.

Fährpausen

Der Fylkesvei 17 hat ganze sechs Fährverbindungen. Diese Überfahrten sind willkommene Pausen, die es dem Fahrer erlauben, die Landschaft zu genießen. Im Herbst, Winter und Frühjahr sind die Fähren selten voll belegt, im Sommer dagegen müssen Sie sich auf Wartezeiten einstellen. Das jedoch ist eine Frage der Einstellung, denn die Zeit kann man sich damit vertreiben, Flachsteine ins Meer zu werfen oder im Fährcafé eine Mahlzeit zu genießen. Das beste finden Sie übrigens im alten Handelsort Forvik.

An der Küstenstraße

Die Helgelandsküste ist keine abgelegene Wildnis - Sie ist eine Kulturlandschaft, wo Geschichte, Kulturerbe, gute Gasthäuser und besondere Übernachtungsmöglichkeiten nur ein paar Katzensprünge voneinander entfernt liegen. Kajakpaddeln, Radtouren und Wanderungen sind leicht in einen Urlaub zu integrieren. Lassen Sie einfach das Auto stehen und kommen Sie mit auf eine Bootsfahrt zu den Inseln.

Fylkestraße, Küstenstraße, nationale Tourismusstraße

Die Küstenstraße, offiziell Fylkesvei 17, geht von Steinkjer in Trøndelag nach Bodø, davon liegen 480 Kilometer in Nordnorwegen. Die 416 Km zwischen Holm (bei Brønnøysund) und Godøystraumen (bei Bodø) sind eine der 18 nationalen Tourismusstraßen Norwegens, Nationale Tourismusstraße Helgelandskysten.

Planung und Inspiration

Helgeland ist ein relativ dicht bevölkerter, betriebsamer Teil Nordnorwegens mit vielen Möglichkeiten. Die inspirierende Internetseite der Küstenstraße www.kystriksveien.no hat eine Liste von Fährzeiten, Übernachtungs- und Aktivitätsangeboten entlang der Route. Helgeland Reiseliv präsentiert alles Wissenswerte auf http://www.visithelgeland.com/. Auch auf unseren Seiten finden Sie viele Artikel über Helgeland. Die Internetseite der nationalen Tourismusstraßen haben auch viel Information.