Die äußere Küstenlinie der Provinz Troms, mit ihren kompakten Fischerdörfern in strategischer Nähe zum Meer, zeigt sich nackt, steil und zerklüftet. Die sich an der Außenseite von Senja und über Kvaløya nach Tromsø erstreckende Tour verläuft durch äußerst abwechslungsreiche und auffällig schöne Natur.

Gryllefjord–Tromsø

Diese Route beginnt in Gryllefjord, ganz im Westen der Insel Senja. Von hier aus kommt man entweder über Senja bzw. über Finnsnes oder mit der Fähre von Andenes. Die Punkte sind der Reihenfolge nach in Richtung Norden der Küste entlang angeordnet, und die Route wird dann in Tromsø abgeschlossen.

Entlang der Außenseite Senjas: 85 km/1,5 Std.

Die Tour entlang der Außenseite lässt sich bei Zeitdruck in einer halben Stunde unternehmen. Sie können sich jedoch auch mehrere Tage Zeit lassen, wenn Sie nach links abbiegen und allen Abstechern bis zum Ende der Straße folgen. Und das sollten Sie! Nicht ohne Grund gehört die Strecke zu unseren Landschaftsrouten.

  • Gryllefjord: kompaktes Fischerdorf in fantastischer Lage zwischen dem offenen Meer und den spitzen Bergen von Senja. Café.
  • Kirche Torsken: kleine, rot bemalte Kirche aus dem Jahr 1784 im Fischerdörfchen Torsken, ein kleiner Abstecher (4 km) über das Gebirge von Gryllefjord. Das Lübecker Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert ist ein besonders wertvolles Kunstkleinod.
  • Hamn auf Senja: ein Handelszentrum und alter Industrieort, der heute als Touristenanlage dient und prachtvoll gelegen ist. Wandertouren, Kajakverleih, Restaurant.
  • Senjatroll: Erlebnispark für Kinder allen Alters mit dem größten Troll der Welt. Bietet Kindern viel Spaß – aber auch Erwachsenen, denen einige gute Pointen geliefert werden, die nur sie verstehen. Café.
  • Bøvær: idyllische Siedlung mit der alten früheren Fischannahmestelle „Kråkeslottet“, heute als Konzertveranstaltungsort und Kunstgalerie verwendet. Der weiße Sandstrand lädt zu einem erfrischenden Bad ein.
  • Bergsbotn: Ganz oben in der Kurve gibt es einen Rastplatz mit einer architektonisch gestalteten Rampe.
  • Okshornan: Die im Volksmund „Gebiss des Teufels“ genannte monumentale Felsformation steigt direkt aus dem Meer auf. Der Aussichtspunkt auf Tungenesset hat einen architektonisch gestalteten Steg, von dem aus man die abgerundeten, einladenden Felsen bewundern kann. WC/Parkplatz.
  • Mefjordvær: altes Fischerdorf mit vielen älteren Gebäuden und fantastischer Aussicht vom Leuchtturm aus. Kurzer Abstecher von Senjahopen (4 km), einer Ortschaft mit Nordnorwegens größter Fischannahmestelle. Restaurant.
  • Husøy: kompaktes, modernes Fischerdorf auf seiner eigenen kleinen Insel, 500 m breit und 1 km lang mit 243 Einwohnern. Ganz außen auf der Insel sind einige dem offenen Meer zugewandte Häuser mit Leinen verankert, um sie vor heftigen Sturmböen zu schützen. Schöne Aussicht auf die steilen Felswände des ganzen Øyfjords. 12 km langer Abstecher (15 Minuten).
  • Botnhamn: Fährüberfahrt nach Brensholmen.

Brensholmen–Tromsø: 56 km/1 Std.

Die äußere Küstenlinie mit Holmen und Schären, Sandstränden und kahlen kleinen Bergkuppen geht in einen engen Fjord zwischen hohen Felsen über. Es folgt ein Abschnitt bergiger Hochebene und eine imponierende Reihe alpiner Gipfel, bevor Sie in Tromsøs äußeres Wohnviertel und zum Schluss über die Sandnessundbru in die Stadt selbst gelangen.

  • Brensholmen: In der kleinen Kirche stehen zwei Altarschränke aus dem 15. Jahrhundert.
  • Sommarøy (kleiner Abstecher): modernes Fischerdorf mit kompakter Bebauung und fantastischer Aussicht. Låvhaugen ist ein kleines Gemeindemuseum in einem alten Haus. Die „Kaillkråa“ bietet den Männern innen im Laden einen Zufluchtsort, an dem sie eine Tasse Kaffee zu sich nehmen können, während die Frauen verhandeln. Restaurant.
  • Ersfjordbotn (kleiner Abstecher): Aussicht auf die majestätische Bergkette mit 1000 Meter hohen Felsen, die sich dem offenen Meer zuwenden.

Reiseinformationen:

Von Gryllefjord aus geht im Sommer eine Fähre nach Andenes. Von dort aus kann man in südlicher Richtung zu den Lofoten fahren.

  • Gryllefjord–Botnhamn: 85 km/1,5 Std.
  • Gryllefjord–Botnhamn–Tromsø: 141 km/2,5 Std. + Überfahrt auf der Fähre.
  • Finnsnes–Gryllefjord: 68 km/1 Std.
  • Svolvær–Andenes–Gryllefjord: 211 km/3 1/2 Std. einschließlich Fähre Fiskebøl–Melbu + gute 2 Stunden Überfahrt auf der Fähre von Andenes nach Gryllefjord

Fähren www.senjafergene.no

  • Fähre Andenes–Gryllefjord setzt im Sommer tagsüber zwei- bis dreimal über, 2 Std.
  • Fähre Botnhamn–Brensholmen setzt im Sommer tagsüber vier- bis fünfmal über, 40 Min.

Übernachtung: Entlang der Route gibt es eine Anlage zum Meeresangeln, Fischerhütten, Häuser zur Miete, Campingplätze und ein paar Hotels. Rufen Sie immer vorher an, weil diese im Sommer manchmal belegt und im Winter geschlossen sein können.

Speiselokale: Kaffeegebäck und einfache, gute warme Gerichte werden auf der Route auf Senja an verschiedenen Stellen serviert, während Lokale in Hamn, Mefjord und Sommarøy anspruchsvollere Küche bieten.

Aktivitäten:

  • Wanderungen: Kleine Spitzen und majestätische Gipfel, alle mit schöner Aussicht, laden zu Tagestouren ein. Eine Längsdurchquerung Senjas auf gut ausgewiesenem Pfad dauert 4 Tage. Eine spezielle Tourenkarte und Wanderbroschüre ist verfügbar.
  • Meeresangeln: Mehrere Anlagen entlang der Route bieten Boote mit Angelausrüstung und Echolot zum Verleih an.
  • Kajak: Schöne Kajakverhältnisse und Verleih sowohl in Bergsfjorden auf Senja als auch in der Gegend um Sommarøy.
  • Freeride: Das Freeriden, das Skifahren durch unberührten Schnee, empfiehlt sich im Spätwinter, wenn die Tage wieder lang sind und der Schnee metertief ist. Die gesamte Außenseite Senjas und die mittlere Bergreihe auf Kvaløya bieten sich für diesen Sport an.
  • Fahrradfahren: Dank dem mäßigen Verkehr kann man mit dem Fahrrad zügig die ganze Strecke zurücklegen. An der Außenseite Senjas sind mehrere Tunnel zu durchqueren, doch gibt es Warnlichter, die am Eingang des Tunnels von Fahrradfahrern aktiviert werden, damit Autofahrer darauf aufmerksam gemacht werden, dass sich im Tunnel Fahrradfahrer befinden.

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